Das Computer-Museum der Universität Hamburg

Das Computer-Museum der Universität Hamburg


[Musik]
Sie sind Computermuseum des Fachbereichs Informatik der Uni Hamburg.
Also, wenn man heute mit Computern arbeitet, sind da drin ja vielerlei
Kulturtechniken vereint: Schreiben Entwicklung von der Schreibmaschine zum PC mit Drucker. Datenfernübertragung: von der Morsetaste über Fernschreiber zum
Internet. Alte Rechenmaschinen: Man könnte sagen vom Abakus bis zum Taschenrechner, bis zum rechnenden Computer. Tragbare Geräte von den ersten tragbaren PCs, die
eher wie eine alte Nähmaschine aussahen, zum Smartphone, in dem vieles vereint
ist. Wo wir gar nicht mehr merken, dass das eigentlich alles
Computerfunktionen sind, die in unserem Handy sind. [Musik]
so sind verschiedene Entwicklungslinien hier zu sehen. Eine besondere ist dass
sogenannte Mouse-Oleum, in dem die Entwicklung der Zeigegeräte, der Mäuse
an vielen Beispielen nachvollzogen werden kann.
Ein Highlight ist die Apple Lisa ,die hier neben mir steht und noch immer
funktioniert. Ich war der einer der ersten Benutzer mit einem solchen Gerät,
das 1983 von Apple heraus kam. Dies hier ist der erste Apple-rechner, der in
Europa gelaufen ist. Mein Kollege Klaus Brunnstein hat den damals beschaffen
können. Die kostete allerdings 30.000 D-Mark
zu der Zeit und zwar für Apple kein wirtschaftlicher Erfolg. Aber er war
technologisch ein riesiger Schritt vorwärts. Ein erstes Gerät, das mit einem
grafischen Bildschirm und mit einer Maus daherkam. Was eine maus war zu der Zeit
war eigentlich gar nicht allgemein bekannt.
Auch wenn es schon viele Jahre vorher bei Telefunken in Deutschland eine Rollkugel
gab, die quasi die Funktion einer Maus hatte. 1968 an Großrechnern der
Firma Telefunken gab es schon ein solches Gerät. Die haben quasi die Maus
erfunden. Sie haben sie nur nicht Maus genannt
zu der Zeit. Ja die erste Herausforderung ist, interessante Geräte überhaupt zu
bekommen. Es gab hier einen Bestand von alten
Geräten, aber der ist nur etwa 25 Prozent dessen, was jetzt hier steht.
Ich habe über Kollegen, über Rundfragen, über andere Museen Geräte geschenkt
bekommen. Ich habe zum Teil Geräte ersteigert, mehr
oder weniger günstig, andere Geräte sind Zufallsschenkungen, wo man im Nachhinein merkt: Oh das ist ja ein tolles altes Gerät. Auch selbst, wenn ich vorher
versucht habe, das möglichst gar nicht zu bekommen, weil mir das nicht ganz geheuer war, was das eigentlich ist. So ein Gerät ist etwa ein erster computer einer Firma
Frieden, die früher nur Rechenmaschinen und Fernschreiber gemacht haben und daraus einen ersten Computer gebastelt haben,
Anfang der 60er Jahre. Am liebsten habe ich Besuche, die eine
Führung haben möchten, weil ich dann anhand von Themenreihen den Besuchern Entwicklungen zeigen kann und dazu etwas erzählen kann. Sobald ich Geschichten
dazu erzählen kann, und ich habe eigentlich zu fast allen
Geräten was zu erzählen, erschließt sich eigentlich eher, wie
diese rasante Entwicklung in den letzten vierzig fünfzig Jahren abgelaufen ist. Auf der website des Museums sieht man,
wann regelmäßige Öffnungszeiten sind. Da ich der einzige bin, der das Museum
betreibt, mache ich nur ab und zu eine Öffnung.
Wenn sich jemand mit mir in Verbindung setzt per E-Mail, kann ich Führungen
anbieten. Für zwei bis 15 Personen in der Größenordnung geht das am besten. Und die
Führungen dauern meistens anderthalb bis zwei Stunden. Manchmal klöhnt man sich
auch noch länger fest. Ältere Besucher, die sozusagen ihre
eigenen Erfahrungen ihre eigene ihre Erfahrung mit ihrem ersten Computer
hier wiederbeleben, sind manchmal gar nicht mehr zu bremsen.

One thought to “Das Computer-Museum der Universität Hamburg”

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *